"447. R. arifolius. All. (R. montanus Desf. Aronblättriger A.)
Wurzelstock knotig, rothbraune, feine Fasern und lange, dünnspindelige Aeste ausschickend, einstengelig. Stengel aufrecht, 2 — 3' hoch, jedoch in Folge des Standortes zuweilen nicht über fingerhoch, steif, gestreift und gefurcht, durchaus einfach in eine quirlige Traube endigend, oder oberhalb rispig, mit einfachen Aesten, kahl oder zartflaumig, 1 — 4blättrig, seltner in Zwergform blattlos. Blätter ganzrandig, kahl, oberseits grasgrün, unterseits duftig, aus herzförmiger oder abgestutzter Basis fast 3ekig, spiessförmig, an der Basis mit Seitenadern, die sich zum Theile in die Ohren verlaufen und mehr oder minder deutlich sind, die wurzelständigen sehr lang und zartgestielt, breit, stumpflich, die stengelständigen unteren kürzer gestielt, die obersten sitzend, zugespitzt, Ohren vom Stengel fast wagrecht abstehend; Nebenblätter schief abgeschnitten, ganzrandig. Blüthen 2häusig, sehr klein in Scheinquirlen kurzgestielt. Scheinquirle armblüthig, nackt, entweder in eine einzige, unverästelte, blattlose, endständige Traube gereiht, oder in stengel- und astständigen Trauben, die am Gipfel des Stengels in eine schmale, kurzästige Rispe vereiniget sind. Perigone nebst Stielchen meist granatroth überlaufen. Fruchtklappen herzförmig - rundlich, häutig, netzaderig, abgerundet, stumpf, ganzrandig, an der Basis mit einer schuppenförmigen, nebst den 3 inneren Perigonzipfeln senkrecht herabgeschlagenen Schwiele, viel grösser als die Frucht. Durch die ganzrandigen Nebenblätter und die viel breiteren Blätter von R. acetosa nur schwach unterschieden.
Juli — Aug.
Aendert ab:
- α deltoides. Stengel 1—3' hoch, oberwärts in eine vielästige Rispe getheilt, Blätter sehr breit, die untersten 3—4" breit und sehr langgestielt, weich, fast 3eckig, spiessförmig, an der Basis mit Seitenadern. Nebenblätter ganzrandig.
- β nivalis. (R. nivalis Hegetschw.) Stengel 4—6" hoch, entweder ganz einfach in eine einzige Traube endigend, oder unter der Traube mit wenigen unentwickelten Aesten, blattlos oder mit 1—2 kleinen Blättern besetzt. Blätter dicklich, die grundständigen äusseren aus seicht - herzförmiger Basis rundlich - eiförmig, die grundständigen innereren aus spiessförmiger Basis eiförmig oder länglich, alle fast aderlos . Nebenblätter ganzrandig, oft verkümmert. Wahrscheinlich nur Zwergform der var. α.
- α Auf Voralpen und Alpen über Kalk, z. B. in Wäldern des Alpenkogels bei Weyer (Oberleitner). In der Krummholzregion des Prielergebirges. Dürfte aber auch auf Gneiss auf den höchsten Elevationen der Ausläufer des bairischen Waldes an der westlichen Grenze des Mühlkreises vorkommen, da sie am Arber, Lusen und anderen Gipfeln der Gebirge des bairischen Waldes in Höhe von 3080—4540' vorkömmt.
- β Im Gerölle des hohen Nock ober den Feichtauerseen (Engel). Am Rande des Schneefeldes am grossen Priel und an der Klinserscharte im Hinterstoder. Am Kranabittsattel ober der Krumholzregion (Saxinger)."
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