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Berg-Sauerampfer

(Rumex arifolius)

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50 — 120 cm indigen LC
Rumex alpestris
Synonyme: Rumex alpestris, Rumex montanus, Aronblättriger Sauerampfer. Hemikryptophyt, om-sa. Die Laubblattspreite ist pfeilförmig, die Blätter schmecken sauer. Die inneren Perigonblätter sind lang, zumindest 1 Blatt trägt eine Schwiele. Die äußeren Perigonblätter sind zuletzt zurückgeschlagen. Der Stängel trägt mehr als 3 stängelumfassende Laubblätter. Der Blütenstand ist locker, seine Äste sind meist unverzweigt. Die Nebenblattscheide ist fast ganzrandig. Der Berg-Sauerampfer vertitt obermontan bis subalpin den Wiesen-Sauerampfer (Lit). Die Art kommt im alpinen Raum der österreichischen Bundesländer vor. In der Böhmischen Masse ist er vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Rumex alpestris
 
 
Rumex alpestris
Aufnahmen: 22.07.2013 Loser

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"447. R. arifolius. All. (R. montanus Desf. Aronblättriger A.)
Wurzelstock knotig, rothbraune, feine Fasern und lange, dünnspindelige Aeste ausschickend, einstengelig. Stengel aufrecht, 2 — 3' hoch, jedoch in Folge des Standortes zuweilen nicht über fingerhoch, steif, gestreift und gefurcht, durchaus einfach in eine quirlige Traube endigend, oder oberhalb rispig, mit einfachen Aesten, kahl oder zartflaumig, 1 — 4blättrig, seltner in Zwergform blattlos. Blätter ganzrandig, kahl, oberseits grasgrün, unterseits duftig, aus herzförmiger oder abgestutzter Basis fast 3ekig, spiessförmig, an der Basis mit Seitenadern, die sich zum Theile in die Ohren verlaufen und mehr oder minder deutlich sind, die wurzelständigen sehr lang und zartgestielt, breit, stumpflich, die stengelständigen unteren kürzer gestielt, die obersten sitzend, zugespitzt, Ohren vom Stengel fast wagrecht abstehend; Nebenblätter schief abgeschnitten, ganzrandig. Blüthen 2häusig, sehr klein in Scheinquirlen kurzgestielt. Scheinquirle armblüthig, nackt, entweder in eine einzige, unverästelte, blattlose, endständige Traube gereiht, oder in stengel- und astständigen Trauben, die am Gipfel des Stengels in eine schmale, kurzästige Rispe vereiniget sind. Perigone nebst Stielchen meist granatroth überlaufen. Fruchtklappen herzförmig - rundlich, häutig, netzaderig, abgerundet, stumpf, ganzrandig, an der Basis mit einer schuppenförmigen, nebst den 3 inneren Perigonzipfeln senkrecht herabgeschlagenen Schwiele, viel grösser als die Frucht. Durch die ganzrandigen Nebenblätter und die viel breiteren Blätter von R. acetosa nur schwach unterschieden.
Juli — Aug.


Aendert ab:

  • α deltoides. Stengel 1—3' hoch, oberwärts in eine vielästige Rispe getheilt, Blätter sehr breit, die untersten 3—4" breit und sehr langgestielt, weich, fast 3eckig, spiessförmig, an der Basis mit Seitenadern. Nebenblätter ganzrandig.
  • β nivalis. (R. nivalis Hegetschw.) Stengel 4—6" hoch, entweder ganz einfach in eine einzige Traube endigend, oder unter der Traube mit wenigen unentwickelten Aesten, blattlos oder mit 1—2 kleinen Blättern besetzt. Blätter dicklich, die grundständigen äusseren aus seicht - herzförmiger Basis rundlich - eiförmig, die grundständigen innereren aus spiessförmiger Basis eiförmig oder länglich, alle fast aderlos . Nebenblätter ganzrandig, oft verkümmert. Wahrscheinlich nur Zwergform der var. α.

 

  • α Auf Voralpen und Alpen über Kalk, z. B. in Wäldern des Alpenkogels bei Weyer (Oberleitner). In der Krummholzregion des Prielergebirges. Dürfte aber auch auf Gneiss auf den höchsten Elevationen der Ausläufer des bairischen Waldes an der westlichen Grenze des Mühlkreises vorkommen, da sie am Arber, Lusen und anderen Gipfeln der Gebirge des bairischen Waldes in Höhe von 3080—4540' vorkömmt.
  • β Im Gerölle des hohen Nock ober den Feichtauerseen (Engel). Am Rande des Schneefeldes am grossen Priel und an der Klinserscharte im Hinterstoder. Am Kranabittsattel ober der Krumholzregion (Saxinger)."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 376), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 31.01.2026

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